Eisenbahn Schweiz – SSIF

Società subalpina di imprese ferroviarie

Die Società subalpina di imprese ferroviarie (SSIF), die sich auch Ferrovia Vigezzina nennt, ist ein Nahverkehrsunternehmen in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola mit Sitz in Domodossola. Die Geschichte geht auf das Jahr 1912 zurück.
Von der SSIF wird der im Valle Vigezzo auf italienischem Gebiet liegende Teil der internationalen Bahnlinie von Domodossola nach Locarno betrieben. Die Strecke verbindet die Gotthardbahn in Locarno (Schweiz) mit der Simplonbahn in Domodossola. Auf Schweizer Seite wird diese Bahn Centovallibahn genannt und von den Ferrovie autolinee regionali ticinesi (FART) betrieben.
Die Bahn von Locarno nach Domodossola wurde im November 1923 als durchgehende Bahnstrecke mit einheitlichem Rollmaterial eingeweiht. 1959 wurden wiederum gemeinsam vier achtachsige Gelenktriebwagen ABe 8/8 beschafft. Ähnliche sechsachsige Triebwagen ABDe 6/6 wurden zunächst nur durch die FART beschafft; die SSIF kam erst auf einem Umweg über Lugano zu drei Sechsachsern. 1992 und 93 kamen zwölf wiederum gemeinsam bestellte ABe 4/6 von Vevey zur Ablieferung.
2004 wurden bei Officine Ferroviaire Veronesi und Skoda drei neue dreiteilige Panoramatriebzüge bestellt, die aber noch während der Planung in vierteilige Kompositionen geändert wurden. Diese wurden im Verlauf des 2007 abgeliefert und in der Sommersaison normalerweise als drei fest zusammengestellte Kompositionen ABe – Be – Rimorchiata – Be eingesetzt; sie führen – sofern verfügbar – je ein Zugpaar Domodossola–Locarno–Domodossola.
Als Reservetriebzug wird der alte ABe 8/8 24 «Vigezzo» eingesetzt. Der Unterbau wurde revidiert, und der Wagenkasten wurde durch einen Neubau ersetzt, der sehr ähnlich wie die Neubaufahrzeuge aussieht. Da sein Platzangebot wesentlich kleiner ist als in den neuen Zügen, wird zusätzlich ein ABe 4/6 eingesetzt, da mit unterschiedlicher Kupplung versehen als Vor- oder Nachläufer.

Eisenbahn Schweiz
ABe 8/8 23 + A 130 + B 120 – Schnellzug 60 – Locarno Domodossola – 03.08.1991
Aufnahme. Heinz Sigrist

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